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Kartengestaltung · Datenschutz · OpenStreetMap

Karten ohne Google.
Vom eigenen Server, in Ihrer Handschrift.

Die Karte unten lädt nichts von einem fremden Dienst — keine Kachel, keine Schrift, kein Skript. Deshalb steht kein Einwilligungs-Tor davor. Und weil sie im Browser gezeichnet statt als Bild geliefert wird, lässt sich jede Ebene gestalten. Probieren Sie die Vorlagen aus.

Gestaltung wählen

Die Palette dieser Website. So sieht die Karte aus, wenn sie zur Marke gehört.

Geodaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · gezeichnet auf diesem Server

Warum das ein Thema ist

Drei Nachteile, die man hinnimmt, weil es alle so machen

Die Karte lädt bei einem Dritten

Eine eingebettete Google-Karte holt Kartenbilder, Schriften und Skripte von fremden Servern. Dabei geht die IP-Adresse Ihrer Besucher mit — noch bevor jemand etwas angeklickt hat.

Also braucht es ein Einwilligungs-Tor

Weil Daten an einen Dritten gehen, darf die Karte erst nach aktiver Zustimmung laden. Wer Ihre Anfahrt sucht, sieht zuerst eine graue Fläche mit einem Knopf darauf.

Und sie sieht aus wie überall

Dieselben Farben, dieselbe Schrift, dieselben Autobahnschilder wie auf jeder anderen Seite. Auf einer sonst durchgestalteten Website ist die Karte der eine Fleck, der nicht dazugehört.

Wie ich es baue

Drei Schritte, danach gehört die Karte Ihnen

  1. Ausschnitt einmal ziehen

    Ich hole den benötigten Kartenausschnitt einmalig aus OpenStreetMap — Straßen, Wasser, Grünflächen, Gebäude. Das Ergebnis ist eine Datei, kein Abonnement.

  2. Auf Ihren Server legen

    Die Datei liegt danach dort, wo auch Ihre Bilder liegen. Es gibt keinen Kartendienst mehr, der etwas nachliefern müsste, und damit auch keinen, der mitschreiben könnte.

  3. Nach Ihrer Palette zeichnen

    Die Karte wird im Browser gezeichnet. Farben, Strichstärken und Ebenen stehen in einer Stildatei — dieselbe Geometrie trägt jede Gestaltung, die zu Ihrer Marke passt.

Wofür noch

Eine Karte kann mehr als „hier sind wir"

Sobald die Karte Ihnen gehört, kann sie Dinge zeigen, für die es bei einem Kartendienst kein Feld gibt. Beide Beispiele unten benutzen dieselbe Technik wie die Karte oben — nur andere Daten.

Lieferkette und Standortnetz

Google Maps kennt keine Beziehung zwischen zwei Orten — nur Routen von A nach B. Woher Material kommt, wo es umgeschlagen wird und wohin geliefert wird, ist eine Aussage über Ihr Unternehmen. Die muss man zeichnen können.

Beispieldaten. Die Orte sind echt, die Lieferbeziehungen dazwischen erfunden.

Geodaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · gezeichnet auf diesem Server

Einzugsgebiet und Anfahrtszonen

„Bis hierhin komme ich, danach wird es ein Aufschlag." Handwerk, Pflegedienst, Außendienst, Lieferung. Die Zonen sind echte Kreise in Kilometern — sie behalten ihre Größe, egal wie weit man hineinzoomt.

Derselbe Ortsdatensatz wie oben, nur mit aufgesetzten Zonen.

Geodaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · gezeichnet auf diesem Server

Was dabei herauskommt

Vier Unterschiede, die bleiben

Keine Drittübermittlung

Jede Anfrage geht an Ihre eigene Domain. Es gibt keinen externen Dienst im Spiel, über den etwas zu erklären wäre.

Kein Einwilligungs-Tor

Ohne Drittübermittlung entfällt der Grund für die Abfrage. Die Karte ist einfach da, wenn jemand Ihre Anfahrt sucht.

Die Gestaltung gehört Ihnen

Kein Anbieter kann das Aussehen Ihrer Karte ändern, weil er sein Design überarbeitet hat. Die Stildatei liegt bei Ihnen.

Leichter als Kacheln

Der Ausschnitt oben lädt rund 240 kB komprimiert — einmalig. Eine gekachelte Karte holt dieselbe Ansicht in dutzenden Einzelbildern und lädt bei jedem Zoom nach.

Ehrlich gesagt

Was diese Bauweise nicht kann

Vier Grenzen, die vor dem Auftrag auf den Tisch gehören und nicht danach.

  • Der Ausschnitt ist begrenzt. Sinnvoll sind wenige Kilometer um einen Standort — nicht eine Karte, auf der man bis Hamburg schieben kann.
  • Kein Routenplaner. Für „Route berechnen" braucht es einen Dienst, der rechnet; das ist ein anderes Bauteil und wieder eine Datenschutzfrage.
  • Keine Adresssuche über ein Suchfeld. Feste Punkte werden gesetzt, nicht nachgeschlagen.
  • Die Daten haben einen Stichtag. Eine neue Straße erscheint erst, wenn der Ausschnitt neu gezogen wird — ein Handgriff, aber eben ein bewusster.

Häufige Fragen

Was vor einer Anfrage meistens noch offen ist

Nein. Sie ist eine Drittübermittlung und braucht deshalb in aller Regel eine Einwilligung, bevor sie lädt, sowie einen Eintrag in der Datenschutzerklärung. Verboten ist das nicht — es ist nur ein Aufwand, den man sich sparen kann, wenn die Karte vom eigenen Server kommt.

Aus OpenStreetMap. Die Daten stehen unter der Open Database License, sind frei nutzbar und verlangen als Gegenleistung die Nennung der Quelle — die steht unter jeder Karte.

Jede Ebene ist einzeln ansprechbar: Straßenklassen, Wasser, Grün, Gebäude, Schiene. Farbe, Strichstärke und Strichmuster liegen für jede davon in der Stildatei. Die vier Vorlagen oben sind Beispiele, keine Auswahlliste — Ihre Palette wird eingetragen, nicht ausgesucht.

Das hängt am Umfang: ein einzelner Standort ist ein kleiner Posten, mehrere Filialen mit eigener Gestaltung sind ein Projekt. Schreiben Sie mir, was Sie zeigen wollen, dann bekommen Sie eine Zahl statt einer Spanne.

Meistens ja. Gebraucht werden ein Platz für die Datei und eine Stelle, an der die Karte gezeichnet werden darf. Ob das in Ihrem System geht, sehe ich schneller, wenn ich es mir ansehe, als wenn ich hier darüber spekuliere.

Zeigen Sie mir Ihren Standort

Schreiben Sie mir die Adresse und wofür die Karte gebraucht wird — Anfahrt, Einzugsgebiet, Filialnetz. Sie bekommen einen Entwurf in Ihrer Palette, bevor über Geld gesprochen wird.